Im Unterschied zum Brand im elektrisch betriebenen Ofen beeinflussen Faktoren wie Holzart und -zusammensetzung, Sauerstoffmangel, Wetterlage und sogar die Grundstimmung des Keramikers das Brennergebnis.

Ich brenne in einem kleinen Ofen, der nach dem Phönix-Prinzip funktioniert; das heißt, mit überschlagender Flamme, die sich im Brennraum mehrfach bricht und erreiche damit Endtemperaturen von über 1300°C.
Der Brennprozeß umfaßt neben dem Holzspalten und der Vorbereitung des Ofenzubehörs auch den sorgfältigen Einbau des Brenngutes, welches je nach Größe und Oberflächengestaltung optimal platziert werden sollte, weil das Kochsalz das Brenngut mit der Flamme umströmt und seine Spuren hinterläßt.
Im Allgemeinen erzeugt das Salz eine graue oder braune Oberfläche mit der typischen "Orangenhaut-Textur"; ich verwende aber auch Engoben um eine Farbvielfalt zu erzielen.
Der eigentliche Brand dauert zwischen 8 und 15 Stunden und erfordert die stetige Kontrolle des Temperaturanstiegs, das kontinuierliche Bestücken mit Holz und je nach Brennphase die ganze Aufmerksamkeit des Keramikers.